Heimatmuseum   "Altes "Rathaus"

   Umzug des Heimatmuseums

Im Laufe der letzten Jahre überlassen Lossburger Einwohner dem Heimatmuseum zahlreiche wertvolle und ausgefallene Gegenstände. Die Folge: Ausstellungsfläche und Schränke in der "Oberen Mühle" quellen über, große Gerätschaften werden ausgelagert, weitere Lagerflächen sind notwendig.    

Auf Wunsch des Schwarzwaldvereins stellt vor der Jahrtausendwende Bürgermeister Schmid in Aussicht, dass nach dem Rathaus-Neubau, das Heimatmuseum evtl. ins „alte" Rathaus umsiedeln kann. Wie bekannt, erfolgte am 13. September 2003 die Einweihung und damit der Umzug der Gemeindeverwaltung ins neue Haus.  

Nachdem Gemeindeverwaltung, der neue Bürgermeister Thilo Schreiber und Lossburger Gemeinderat der Wandlung des Hauses in ein Heimatmuseum zustimmten, erarbeiten die Gemeinde mit einem Gremium des Schwarzwaldvereins, ein Konzept aus, dass unter dem Motto steht: „Wie soll das neue Heimatmuseum aussehen?" Parallel dazu besucht eine Museumsgruppe zahlreiche Museen der nahen und fernen Umgebung. Sie vergleichen das weite Umfeld einer Museumsarbeit, hinterfragen bei Unklarheiten, beurteilen den Aufbau der Themen und ihre Präsentation, auch die Beschriftungsart ist wichtig, dann sind sich alle einig: "Wir packen es !" 

Das künftige Museumskonzept wird Herrn Dr. Burkarth von der Landesstelle für Museumsberatung in Stuttgart vorgestellt, er befindet es für gut. Das Grundkonzept sieht so aus:

Es wird ein Bürgerprojekt, in dem Einwohner, Institutionen sowie Industrie- und Handwerksbetriebe der Gesamtgemeinde angesprochen werden, aktiv oder beratend an der Einrichtung des Museums teilzunehmen, Exponate zu spenden sowie an der Restaurierung der künftigen Ausstellungsstücke mitzuwirken. Vereine, Kirchengemeinde und Schulen sind aufgerufen ihr Gedankengut einzubringen. 

Von Anfang an ist geplant ein kinder- und familienfreundliches Museum einzurichten, ohne Verbotsschilder. In fast allen Räumen werden Spielplätze eingerichtet, wo kleinere Kinder spielen können.

Die Räumlichkeiten zeigen die Infrastruktur der Gesamtgemeinde der letzten 100 Jahre und so den Wandel vom land- und waldwirtschaftlich orientierten Dorf in eine moderne Industrie-, Gewerbe- und Touristikgemeinde.

Zum funktionierenden Leben im Dorf gehört das Handwerk, neben Kirche, und Gaststätten. Das Rathaus mit integrierter Schule und Wohnung des Lehrers werden übernommen. Die alte Geschichte der Alamannen gehört dazu, ebenso das Moderne, symbolisiert von ARBURG.

Verantwortlich für Umsetzung und spätere Betreuung zeichnet die Museumsgruppe des Schwarzwaldvereins.

Begonnen wird mit den notwendigen Instandsetzungen, innen wie außen, durch heimische Betriebe, Schwarzwaldvereinsmitglieder und Bürger. Parallel dazu richtet die neunköpfige Helfergruppe alle Räume in drei Stockwerken ein, nachdem Wände mit Fachwerk und Fußböden mit Dielen verlegt sowie Vitrinen aufgestellt wurden. Der Arbeitsaufwand ursprünglich mit 3.000 Stunden eingeschätzt, beläuft sich am Ende auf über 6.500 Stunden, ehe die Museumsgruppe zufrieden ist.  

Alle Teile renoviert, teils entrostet, entwurmt und ausstellungsgerecht hergerichtet, naht der Einweihungstag. Am 20. Mai 2005, nach anderthalb jähriger Arbeit, erfolgt die Übergabe des „Alten Rathauses" an die Lossburger Einwohner. Es ist auch ein Tag der Wahrheit, denn die Helfer stellen sich die Fragen: Wie sehen die Besucher das Museum? - Hat sich der Aufwand gelohnt? - Nehmen die Lossburger „ihr" Museum an? - Alle Bedenken waren umsonst, die bisherigen Besucher sind des Lobes voll - auch Sie?

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