Heimatmuseum   "Altes "Rathaus"

 Museums-Rundgang  >  Modelleisenbahn 

Nun steigen wir die letzten Stufen unseres Rundgangs durch das Heimatmuseum hinauf. Der Flur mit dem großen Kleiderschrank und der gemütlichen Erkerecke ist als Ruheplatz gedacht.  Die „Großen" können sich auf den Sitzgelegenheiten entspannen und über das Gesehene nachdenken. Die „Kleinen" finden hier ein Spielparadies, in dem sie nach Herzenslust spielen können. Ob mit der Puppenstube oder dem großen Puppenhaus, hier können sich Kinder austoben. 

Die beiden ehemaligen Räume des Notariats sind den Telefonen und der Modelleisenbahn gewidmet. Gegenstände des Lossburger Bahnhofs erinnern an die Dampfeisenbahn-Zeit. Im Mittelpunkt stehen das 11 Meter lange Modell des Lossburger Bahnhofs und des Lauterbad-Viaduktes. Das Bahnhof-Modell passt gar nicht ganz hinein, obwohl ein Wanddurchbruch notwendig war, bleiben links und rechts je Elemente übrig, die nicht gezeigt werden können.

Zur Modellbahn selber: Fünf begeisterte Freudenstädter Modell-Eisenbahnfreunde haben von 1993 bis 1997 diese maßstabsgetreue Anlage, „Rund um den Bahnhof Lossburg-Rodt", gebaut. Alle Einzelteile wurden selbst hergestellt. Dabei waren: Thomas Geppert, Helmut Breil, Hans Berger, Dieter Scheffel und Horst Sauter.

Bemerkenswert ist, dass das Lauterbadviadukt vom blinden Hans Berger gebaut wurde. Das Viadukt ist in Natur 212 Meter lang, 34 Meter hoch, hat zwei Ortpfeiler, vier Mittelpfeiler, sowie Stahlfachwerkträger.

Die Geschichte der Kinzigtalbahn ist interessant und lohnt gelesen zu werden. Als Kinzigtalbahn wird die Bahnstrecke Hausach – Schiltach - Freudenstadt bezeichnet. Sie ist die Fortsetzung der Gäubahn Stuttgart - Freudenstadt. Rechtsgrundlage für den Bau der Kinzigtalbahn bildet der badisch-württembergische Staatsvertrag vom 29. Dezember 1873.  Baden und Württemberg vereinbarten eine Verbindung der badischen Kinzigbahn mit der württembergischen Nagoldtalbahn von Hausach über Freudenstadt nach Hochdorf.

Die Kinzigtalbahn wurde als einspurige Bahnstrecke projektiert. Die Gesamtstrecke ist 39 km lang, wovon 24,8 km auf württembergischem Gebiet verlaufen. Baugenehmigung der 14,2 km langen badischen Strecke Hausach-Schiltach erfolgt am 03.08.1876 durch den Großherzog von Baden.

Um 1884 wurde im Rahmen der Kinzigtalbahn der Lossburger Tunnel erstellt. Die Baukosten betragen für das Königreich Württ. 9,8 Mio. Mark, für das Großherzogtum Baden 4,7 Mio. Mark. 

Am 03. November 1886 wurde die Kinzigtalbahn feierlich eröffnet.

 

Die Entwicklung unseres liebsten Kommunikations-Apparates hat eine gar nicht so lange Entwicklung hinter sich. Sprechen wir heute mit dem Handy, in der Regel problemlos, ist nicht zu ahnen, welche Mechanismen früher eingeschaltet werden mussten, um den fernen Gesprächspartner zu erreichen.

Telephon auch Fernsprecher wurde von Philipp Reis 1861 erfunden, eingeführt hat es 1877 Graham Bell. Nachdem das Mikrophon von Hughes 1902 erfunden wurde, begann 1903 die drahtlose Telephonie, die sich schnell mit den Fernsprechapparaten von Siemens-Schuckert verbreitete.

Ortsfernsprech-Einrichtungen wurden in Deutschland erst 1881 (in Berlin) in Betrieb genommen. Jeder Teilnehmer an einer Ortsfernsprech-Einrichtung erhält mindestens einen Anschluss, das heißt in einem von ihm bezeichneten Raum wird eine Sprechstelle mit den erforderlichen Apparaten eingerichtet und durch eine Anschlussleitung, meist eine Doppelleitung, mit einer Zentrale, dem Vermittlungsamt („Fräulein vom Amt“) verbunden.

Erste bekannte Telephon-Einrichtung ist aus Lombach bekannt. 1905, wurde im Gasthaus „Burg“ der Telegraph eingerichtet und die Wirtin Barbara Zürn übernahm die erste Telefonzelle der Gemeinde.

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