Heimatmuseum   "Altes "Rathaus"

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Im ehemaligen Flur sind heute Möbel ausgestellt, die vor 200 Jahren in alten Schwarzwaldhäusern im unteren Kinzigtal standen. Typisch der kleine Hausaltar, in der Wohnküche oder im Wohnzimmers aufgestellt, auch im Andachtsraum eines Hauses. 

Noch älter ist die Aussteuer-Truhe, sie ist aus Tannenholz gefertigt und wurde für die nach und nach beschaffte Aussteuer der Braut verwendet, für Wäsche und unbearbeitete Leinentücher. Bei „Heimholung" der Braut stand die Truhe auf dem Hochzeitswagen und war Bestandteil des Brautgutes. Nach der Hochzeit wurde der Truheninhalt in den Wäscheschrank umgelagert.

Nicht so alt ist das Gemälde von Jakob Kaltmaier, der die „Erntezeit" 1931 schuf. Der Dekorations- und Kunstmaler ist in Metzingen geboren und kam 1894 nach Freudenstadt, auch zu den Vorbereitungen der 300-Jahrfeier der Stadt. Die zahlreichen Wandmalereien der Renaissancekirche wurden mit viel Geschick von ihm restauriert. 

Ein „schwarzes" Küchenbüffet ist ebenfalls aus Tannenholz hergestellt und stammt etwa aus der Zeit um 1800. Das Büffet hat einen Sicherheitsverschluss. Ursprünglich stand es in der sogenannten „Schwarzküche" eines Schwarzwälder Bauernhauses. Die schwarze Färbung rührt vom freien Rauchabzug her. Ein Kamin war nicht vorhanden. Der Rauch zog zunächst in einen tonnenförmigen Rauchfang, wo er etwas abkühlte und schließlich in den Zwischenboden entwich. Dieser setzte sich oberhalb der Wohnstube und dem Boden fort und hatte einen Abzug ins Freie. Dieser Zwischenboden wird auch als Nussbühne bezeichnet; denn auf ihm wurden im warmen Rauch die Nüsse getrocknet, aber auch der Schinken langsam und schonend geräuchert.

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