Heimatmuseum   "Altes "Rathaus"

 Aktuelles zum Heimatmuseum 

 

Antrieb der Lossburger Lohmühle

Im Frühjahr und Sommer bauten Mitarbeiter des Bauhofs und Helfer des Museumsvereins den Mahlantrieb der Lohmühle auf vor dem Heimatmuseum „Altes Rathaus“ auf. 

Reste des Zahnradantriebs lagerten Jahrzehnte beim Bauhof, bis sie aus dem Dornröschenschlaf erweckt wurden. Nachdem Mühlenbesitzer der Umgebung verschiedene Gleitlager zur Verfügung stellten, der Bauhof Holz- und Arburg Stahl-Zähne fertigte, sowie Welle und Stern bzw. Rosette des Mühlrades der Mönchhofsäge vom Museumsverein erworben werden konnte, kann nun dieser Antrieb vollständig aufgestellt werden.

Die Funktion ist wieder nachvollziehbar. Das oberschlächtige Wasserrad übertrug die Wasserkraft zu den Zahntrieben und mittels Lederriemen auf die Transmission, die weitere Geräte antrieb.

Das fehlende Wasserrad wurde nach Abriss der Lohmühle von der Gemeinde restauriert. Heute treibt es beim „Fabrikbauer“ in Ödenwald einen Dynamo zur Stromerzeugung an. Die Rosette ersetzte bisher unser Rad. 

Nun ist in Gemeinschaftsarbeit das neue Wasserrad entstanden. Die Firmen Zinser, Merz, Stein, Huber und Arburg, wobei Fa. Zinser die Hauptverantwortung hatte, fertigten nach alten Vorbildern das oberschlächtige Rad.

Am 20. Mai 2010 wurde die Anlage eingeweiht. 

Geschichte der Lohmühle

Das von der Kinzig entnommene Wasser leiteten bereits die Herren von Geroldseck in einem künstlichen Wassergraben zu ihrer Wasserburg „Loseburch“.

Auf dem kurzen Weg vom Kinzigursprung über die Wasserscheide ins Dorf wurden mehrere Mühlen angetrieben. Eine war die Lohmühle von Gerber Rinck. Nebenstehende Anlage wurde 1803 erneuert und 1978 abgerissen. Die Lohmühle stand unterhalb des Weihers hinter dem heutigen „Gebrüder-Hehl-Stift“. Sie zermahlte Rinden von Eichen und Fichten zur Gerblohe. Der Gerber benötigte sie.

Das Mahlgut wurde zusammen mit Wasser und Tierfellen in einer Trommel vermengt, die von der Transmission angetrieben wurde.  Die Rotation der Lohbrühe löste Fleisch- und Fettrückstände vom Fell. Danach bearbeitete Gerber Rinck das Fell zu Leder.

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